Keine deutliche Beitragserhöhung

Flecken Coppenbrügge bleibt im Landschaftsverband Hameln-Pyrmont

Coppenbrügge (gök). Der Rat des Flecken Coppenbrügge hat beschlossen, die im Juni ausgesprochene Kündigung der Mitgliedschaft im Landschaftsverband Hameln-Pyrmont zum 31. Dezember 2026 wieder zurückzunehmen. Mit dem einstimmigen Beschluss folgt die Politik der Empfehlung der Verwaltung und stellt damit die Weichen für einen Verbleib in dem regionalen Kultur- und Förderverband, dem Coppenbrügge bereits seit 1996 angehört.

Auslöser für die ursprüngliche Kündigung im Sommer war eine angekündigte drastische Beitragsanpassung. Im Oktober 2025 hatte der Landschaftsverband mitgeteilt, den jährlichen Mitgliedsbeitrag ab dem 1. Januar 2027 von bislang 2.556,46 Euro auf 11.896,46 Euro vervierfachen zu wollen. Hauptkritikpunkt der Kommune war dabei der starre Berechnungsschlüssel, der unabhängig von der jeweiligen Einwohnerzahl für alle kreisangehörigen Gemeinden sowie die Stadt Hameln einen pauschal gleichen Betrag vorsah. Als Reaktion darauf hatte der Gemeinderat am 25. Juni 2026 vorsorglich die Kündigung eingereicht, sich jedoch die Option offengehalten, diese bei einer Anpassung nach Einwohnerzahl wieder zurückzunehmen. Wie CDU-Ratsfrau Karin Dröge in der Sitzung erläuterte, war der massive Anstieg der Grund für den damaligen Schritt, dem nun nach dem Einlenken des Verbandes die Umkehr folgt.

In jüngsten Gesprächen zwischen Vertretern des Landschaftsverbandes, den Fraktionsvorsitzenden und der Verwaltungsführung konnte eine tragfähige Lösung erarbeitet werden. Demnach soll zum 1. Januar 2027 vorerst keine Erhöhung greifen. Ab dem 1. Januar 2028 ist vorbehaltlich der Zustimmung der Mitgliederversammlung ein neuer Schlüssel vorgesehen, der sich an den tatsächlichen Einwohnerzahlen orientiert. Für Coppenbrügge bedeutet dies eine deutlich moderatere Beitragsentwicklung.

Bürgermeister Thomas Küllig ergänzte, dass der zukünftige Beitrag voraussichtlich bei knapp 3 000 Euro liegen werde. Dies stellt aus Sicht der Kommune einen angemessenen und verhältnismäßigen Anstieg dar. „Ein herzlichen Dank hier für das Entgegenkommen und die konstruktiven Gespräche, mit denen wir eine für beide Seiten gerechte Lösung finden konnten“, betonte Bürgermeister Küllig erfreut über den positiven Ausgang der Verhandlungen.

Foto: Einstimmig wurde für die Rücknahme der Kündigung gestimmt