Gemeinschaftswerk für die Erinnerungskultur

Osterwald gestaltet Kriegerdenkmal neu

Osterwald (gök). Die Erinnerungskultur in Osterwald hat einen festen Platz im Dorfleben – das wurde im vergangenen Jahr rund um den Volkstrauertag noch einmal besonders deutlich. Nachdem entschieden worden war, die Andachten der einzelnen Ortschaften im Flecken Salzhemmendorf durch einen zentralen Gottesdienst zu ersetzen, kam im Ortsrat die Frage auf, wie es mit dem Gedenken vor Ort weitergehen soll. Die Rückmeldung aus der Politik sowie aus der Bevölkerung war dabei eindeutig. Das gemeinsame Gedenken und die Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal in Osterwald sollen unverändert fortgesetzt werden.

„Ein kritischer Blick auf die Anlage offenbarte jedoch deutlichen Handlungsbedarf, da die Beete stark vernachlässigt und abgesackt waren. Um diesem Zustand Abhilfe zu schaffen, wurde für dieses Jahr eine grundlegende Neugestaltung beschlossen“, erklärte die stellvertretende Ortsbürgermeisterin Nina Wüstemann im Gespräch. Das Projekt wurde an den Dorfverein angegliedert, der in Kooperation mit der Umwelt AG zu einem tatkräftigen Arbeitseinsatz aufrief, um dem Gedenkort wieder einen würdigen Rahmen zu verleihen. Ein wesentlicher Baustein für das Gelingen war laut Wüstemann auch die tatkräftige Unterstützung durch den Salzhemmendorfer Bauhof. Die Bauhofmitarbeiter übernahmen die aufwendigen Vorarbeiten. Sie kofferten die alten Beete aus, rückten abgesackte Steine der Beeteinfassung wieder an ihren Platz und füllten die Flächen mit neuem Mutterboden auf. Durch diese umfassende Vorbereitung konnten sich die freiwilligen Helfer am Tag des Arbeitseinsatzes voll und ganz auf die Bepflanzung konzentrieren.

Insgesamt wurden rund 90 neue Pflanzen in die Erde gebracht. Bei der Auswahl und Beschaffung stand Astrid Haves den Ehrenamtlichen mit Fachwissen zur Seite. Ein besonderes Augenmerk lag dabei darauf, eine sinnvolle und vor allem insektenfreundliche Bepflanzung auszuwählen, die das Denkmal nachhaltig aufwertet. Auch in Zukunft soll die Pflege der Anlage in regelmäßigen Abständen fortgesetzt werden. Finanzieren ließ sich die Aktion durch eine verbliebene Spendensumme der „Grünen Neun“. Die ehemalige Jugendgruppe hatte vor einigen Jahren Spenden für Bepflanzungsaktionen im Ort gesammelt und stellte ihr Restbudget nun für dieses Projekt zur Verfügung. Damit wurde die Umgestaltung zu einem echten Zusammenschluss verschiedener Kräfte im Dorf.

„Das war eine großartige Gemeinschaftsleistung – ein Zusammenschluss von Ehrenamtlichen aus dem Ort, die bei der Umsetzung geholfen haben, unterstützt durch die Hilfe des Bauhofs, die finanzielle Unterstützung der Grünen Neun sowie den Einsatz der Umwelt AG und von Astrid Haves“, zog Wüstemann ein durchweg positives Fazit.

Foto5825: Gemeinsam packten Dorfbewohner beim Arbeitseinsatz am Kriegerdenkmal mit an

Foto5832: Rechtzeitig zum Volkstrauertag wurde das Kriegerdenkmal in Osterwald im Sinne der Erinnerungskultur wieder hergerichtet