Kunst als Dialog in der grauen Jahreszeit

Offene Ateliers in Alfeld am 7./8. November

Alfeld (gök). Kunst erzählt leise oder bildgewaltig laut, was ihre Erschaffer bewegt. Auch wenn es manchmal nicht gleich offensichtlich daherkommt, steckt in den Werken laut Anke Sowada stets viel Persönliches. Hinter Malerei, Objekten und Schmuckgestaltung stehen Gedanken und Geschichten, in denen sich die Person dahinter erkennen lässt. „Genau dieser persönliche Austausch, Dialog und das Gefühl der Verbundenheit machen die Offenen Ateliers in Alfeld seit nunmehr fünfzehn Jahren so attraktiv für Besucher wie auch für die Kunstschaffenden selbst“, so Sowada. Am Wochenende des 7. und 8. November öffnen dieses Jahr acht verschiedene Kunstorte gleichzeitig in Alfeld und den umliegenden Ortsteilen ihre Türen. Selbstorganisiert feiern die Künstler die Kunst in ihrer Region und zeigen dabei eine enorme Vielfalt. Die Veranstaltung bereichert das kulturelle Leben vor Ort und fällt ganz bewusst in den sonst oft grauen November. Es ist die perfekte Zeit zum Innehalten und um sich vor dem Trubel der bevorstehenden Weihnachtszeit in Ruhe mit Kunst und Handwerk zu befassen.

In diesem Jahr gibt es zudem eine besondere Kooperation mit dem Projekt „Summer of Pioneers“. Durch den unvoreingenommenen Blick der Pioniere und viele Gespräche ist die Frage „Was ist für dich wertvoll?“ in den Mittelpunkt gerückt worden. Die dabei eingefangenen Momente werden als Fotografien im ehemaligen Juweliergeschäft Rossbach in der Leinstraße präsentiert – ein idealer Ort, um solche Schätze und Juwelen der besonderen Art zu zeigen. Die Offenen Ateliers können am Samstag, 7. November, von 14 bis 18 Uhr sowie am Sonntag, 8. November, von 11 bis 17 Uhr besucht werden. Weitere Informationen zu den Beteiligten stehen unter www.offene-ateliers-alfeld.de bereit.

In der Popup.Galerie.39 in der Leinstraße 39 verarbeitet Rüdiger Pöhlchen in seinen Werken die Sinneseindrücke seiner Umwelt. Durch seinen beruflichen Hintergrund verfügt er über eine tiefe Expertise in Drucktechniken, weshalb handgefertigte Serigrafien neben Mischtechniken einen Kernbereich seiner Arbeit bilden. Ebenfalls dort zu sehen sind Skulpturen und Malerei von Babs Krüger. Sie versteht ihre Werke als Sprachrohr für Emotionen wie Sehnsucht, Freude oder Gelassenheit, um über Schlichtes wie Farbenfrohes einen Resonanzraum und Dialog mit den Betrachtenden zu schaffen. Im Kunstpavillon in der Bismarckstraße 27 A präsentiert Philip Lübbecke-Grünhagen seine Malerei. Als Autodidakt wandelt er mit Leidenschaft auf den Pfaden der informellen Kunst und lässt sich dabei von bekannten Expressionisten wie Gerhard Richter inspirieren, um mit seinen Bildern die Phantasie der Besucher anzuregen.

Das Atelier Karin Scholz im Wilhelm-Barner-Weg 13 widmet sich der Malerei. Karin Scholz richtet ihren Blick auf Natur, Wald, Wasser und den Menschen. In einem fließenden Übergang zwischen Abstraktion und Wirklichkeit fangen verschmelzende Farbflächen, Strukturen und expressive Farben das Licht ein und spiegeln den ständigen Wandel unserer Umwelt wider. In der Galerie Kurzweil in der Seminarstraße 2 treffen Malerei, Grafik und Schmuckkunst aufeinander. Anke Sowada zeigt großflächige Leidenschaft in Farbe, in der sich Grafikdesign und Malerei zu einer modernen Bildsprache verbinden. Helma Weigelt fordert sich wiederum mit der Kreation einzigartigen Schmucks heraus und verbindet Materialien wie Edelmetalle, Steine, Leder, Holz und Glas.

Die Galerie K6 in der Kreuzstraße 6 beherbergt die Werke von Michaela Driemel, präsentiert von Galerieinhaberin Regina Marics. Die Künstlerin aus Gronau macht in ihrer Ausstellung rund um Malerei und Mode die unsichtbaren „Hausgeister“ des Alltags auf der Leinwand sichtbar und lüftet augenzwinkernd deren Geheimnisse. In Lübbrechtsen in der Külftalstraße 18 öffnet Birgit Hagen ihr Atelier. Sie zeigt abstrakte Malerei in harmonischen Farbkompositionen sowie Steinskulpturen, die aus ihrer stetigen Experimentierfreude entstanden sind. Als Gast präsentiert Kathrin Schwake-Völkel aus Duingen dort unter dem Titel „Kathrin’s unperfekte Keramik“ vielseitige Keramikobjekte.

Die Goldschmiede Brunkensen lädt in ihre neuen Räumlichkeiten in der Allee 2 ein. Ralf Richter und Gülsen Irmak-Best haben dort eine Galerie und Werkstatt geschaffen, bieten künftig auch Seminare wie das Selbergestalten von Trauringen an und freuen sich auf den Besuch von Kunst- und Schmuckinteressierten. Der Landschaftsmaler Nasser Jahromi empfängt Besucher in Langenholzen in der Wilhelm-Knigge-Straße 11. Seine Bilder fangen das Zusammenspiel von Licht, Schatten und Wolkenstimmungen ein. Zu einigen Werken hat er eigene Klavierstücke komponiert, die den visuellen Eindruck um eine klangliche Ebene erweitern.

Foto01: Rüdiger Pöhlchen vor einem seiner Werke

Foto02: Karin Scholz bei der künstlerischen Arbeit

Foto03: Babs Krüger beim Malen

Foto04: Anke Sowada im Atelier