Überraschende Töne in der Werkstatt
Wenn die ÜSTRA zum Resonanzraum für Hannover wird – „Fury“ begeistert
Hannover (gök). Im festlich eingestimmten ÜSTRA-Betriebshof Leinhausen hat am 4. November eine ganz besondere Premiere stattgefunden, die den Nahverkehr in der Landeshauptstadt künftig akustisch prägen wird. Erfolgreiche Teilnehmer eines Gewinnspiels und geladene Gäste erlebten ein exklusives Werkstatt-Konzert, das ganz im Zeichen einer außergewöhnlichen musikalischen Partnerschaft stand. Niemand Geringeres als die Hannoveraner Kultband Fury in the Slaughterhouse, die im November 2027 ihr 40-jähriges Bandjubiläum mit großen Konzerten feiert, lieferte die musikalische DNA für das neue, zukunftsweisende Klangkonzept des Verkehrsbetriebs. Aus dem Erfolgssong „Won’t forget these days“ wurden Töne generiert, die künftig als akustische Visitenkarte an Haltestellen, in den Bahnen und bei Sonderansagen für Orientierung und Wiedererkennung sorgen sollen.
Durch den Abend führte Moderator Jan Sedelis, der das Publikum mit charmanten Hinweisen auf den bevorstehenden Höhepunkt vorbereitete. Ein eigens produzierter Einführungsfilm nahm die Anwesenden mit auf eine emotionale Reise durch die musikalische Identität Hannovers. Als UNESCO City of Music bietet die Region den perfekten Nährboden, um den öffentlichen Nahverkehr mit der lokalen Pop- und Rockkultur zu verknüpfen. Das neue Soundbranding reduziert den bekannten Fury-Hit auf einprägsame Nuancen, die gemeinsam mit Fahrgästen und Menschen mit Seheinschränkungen getestet wurden. Ziel ist es, eine klare, moderne und vertraute Klangwelt zu schaffen, die den Gemeinschaftsbetrieb von ÜSTRA und RegioBus optisch wie akustisch vereinheitlicht.
Neben dem neuen Soundlogo wurde auch die künftige Stationsstimme vorgestellt, die den Fahrgästen künftig auf allen Wegen begegnen wird. Auf dem Podium begrüßte der Moderator prominente Gäste, darunter Regionspräsidentin Eva Bender sowie ÜSTRA-Vorstandsvorsitzende Elke Maria van Zadel, die den Wert des ÖPNV als Lebensader der Region hervorhoben. Eva Bender betonte, dass Musik auf einer tiefen biologischen Ebene im Gehirn ankommt und es der Region ermögliche, einen kollektiven Ohrwurm zu etablieren, der das Gemeinschaftsgefühl stärkt. Elke Maria van Zadel erläuterte, wie wichtig eine einheitliche und verlässliche Fahrgastinformation in hektischen Momenten ist und dass die neue akustische Klarheit dazu beiträgt, sich im System noch intuitiver zurechtzufinden.
Die Entscheidung für Fury in the Slaughterhouse als musikalischer Partner fiel bewusst, da die Band tief in der Stadtgesellschaft verwurzelt ist, eine starke Haltung vertritt und ebenso wie die ÜSTRA auf eine lange Tradition trifft, die sich für neue Ideen öffnet. Die Gäste im Betriebshof Leinhausen erlebten nicht nur die theoretische Einführung, sondern wurden im Anschluss direkt Teil des Live-Ereignisses. Nachdem die ersten Takte erklangen und die enge Verbindung zwischen dem Sound der Stadt und den Menschen, die sie bewegen, greifbar wurde, verwandelte sich die Werkshalle in einen echten Konzertsaal. Mit zwei beherzten Schritten nach vorne rückte das Publikum ganz nah an die Bühne heran und feierte die Band sowie die gelungene Klangpremiere, die Hannover noch lange im Ohr behalten wird.
Foto: „Fury“ sorgten für Stimmung im Betriebshof

